save-the-date: Termin für erstes Treffen Baugemeinschaft am Safranberg

Jetzt wird es ernst.

Es gibt nun einen Termin für ein erstes Treffen der neuen Baugemeinschaft für ein Wohnprojekt im Baugebiet Safranberg, Ulm.

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Sollten Sie ebenfalls Interesse haben und möchten zu dem ersten meeting eingeladen werden, melden Sie sich bitte bis spätestens

12.Oktober 2017

bei uns an:

aw@architektur-ulm.de

Siehe auch: Südwestpresse vom 07.07.2017

Am unteren Safranberg wird dichter gebaut

Chirin Kolb | 2 MEINUNGEN

Das Gelände unterhalb der früheren Klinik am Safranberg wird enger bebaut als geplant. Die Stadträte im Stadtentwicklungsausschuss haben sozusagen die Nachverdichtung auf dem Papier beschlossen, indem sie der Änderung des erst zweieinhalb Jahre alten Bebauungsplans zustimmten. Statt 90 Wohneinheiten können dort nun 150 entstehen.

Gründe für die Änderung gibt es nach Darstellung der Stadtplaner mehrere. Da ist erstens der Mangel an Wohnraum. An dieser Stelle sei eine Nachverdichtung gut möglich, sagte Baubürgermeister Tim von Winning. Sie sei, zweitens, auch aus wirtschaftlichen Gründen geboten. Wegen der Hanglage sei die Erschließung der künftigen Baugrundstücke teuer. Müssten die Kosten auf eine geringere Zahl an Wohneinheiten umgelegt werden, stiegen die Grundstückspreise in Höhen, die sich kaum jemand leisten könne. Oder aber: Die Stadt würde draufzahlen.

Drittens wäre eine dichtere, höhere Bebauung auch aus städtebaulicher Sicht wünschenswert. Die Stadtverwaltung formuliert es so: Der „Wandel zu höherer Urbanität“ werde eingeleitet. So ist am Quartierseingang Ecke Heidenheimer Straße/Leimgrubenweg ein sechsgeschossiges Gebäude vorgesehen. „Das ist richtig an dieser Stelle“, findet Stadtplaner Volker Jescheck.

Ampel soll Verkehr regeln

Die übrigen Neubauten werden nicht wesentlich höher als ursprünglich vorgesehen, sie stehen aber dichter beieinander. Das ist möglich durch weniger öffentliche Grünflächen. Die Frischluftschneise entlang der Stuttgarter Straße werde aber nicht angetastet. Siegfried Keppler (CDU) hatte das befürchtet und stimmte deshalb nicht zu.

Die Stadtverwaltung, die anderen Fraktionen und auch die übrigen CDU-Stadträte teilen diese Befürchtung nicht. Von ihnen kam einhellige Zustimmung. Die Grünen begrüßen laut Annette Weinreich die Änderung sehr, und auch die SPD äußerte sich zufrieden. „Manchmal ist es gut, wenn man sich mehr Zeit lässt“, sagte Dorothee Kühne.

Um das Wohngebiet von der Bahnstrecke Ulm-Stuttgart abzuschirmen, wird entlang der Gleise eine 177 Meter lange und zwei Meter hohe Lärmschutzwand gebaut. Erschlossen wird das Wohngebiet von der Heidenheimer Straße über den Leimgrubenweg. Wegen der Zunahme des Verkehrs wird dort wahrscheinlich eine Ampel gebaut.

Kommentar über die dichtere Bebauung am Safranberg: An dieser Stelle sinnvoll

Nachverdichtung ist in nahezu jedem Fall ein schwieriges Unterfangen. Für die alteingesessenen Bewohner ist es fast immer ein Reizwort. Werden zusätzliche Häuser gebaut, rücken die Nachbarn näher auf die Pelle, fallen Grünflächen oder Parkplätze weg. Da heißt es für die Stadträte, die Stadtverwaltung und, wie zuletzt in Wiblingen, für die städtische Wohnungsgesellschaft: sich der Bedenken der Anwohner anzunehmen, Kompromisse zu schließen und auch im Grundsatz standhaft zu bleiben.

Denn ohne Nachverdichtung geht es nicht. Der Gemeinderat hat angesichts des Wohnungsdrucks beschlossen, innerhalb von fünf Jahren 3500 Wohnungen zu bauen, 700 pro Jahr. 80 Prozent davon sollen in der so genannten Innenentwicklung entstehen, durch Nachverdichtung also. Ob diese Quote tatsächlich erreicht werden kann, wird sich zeigen. Es ist aber vor allem mit Blick auf den Flächenverbrauch sinnvoll, nicht nur draußen auf der Wiese oder dem Acker zu bauen.

Erst recht sinnvoll ist die dichtere Bebauung des ehemaligen Klinikgeländes am Safranberg. Dort gibt es noch keine Nachbarn, die sich gestört fühlen könnten. Ein so innenstadtnah gelegenes Areal verträgt auch eine engere Bauweise. Wenn dafür ein Teil der öffentlichen Grünflächen wegfällt, ist das in der Nachbarschaft zum Örlinger Tal verschmerzbar.

Ein Kommentar von Chirin Kolb.

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